Fachgerechter Aufbau und Belüftung einer Holzfassade

Für eine langlebige und stabile Holzfassade ist der richtige Aufbau der Unterkonstruktion entscheidend. In diesem Artikel sehen wir uns den Aufbau einer Holzfassade genauer an.

Auf welchen Untergründen kann eine Holzfassade montiert werden? 

Eine Fassade aus Holz kann so ziemlich auf jeden Untergrund errichtet werden, welcher tragfähig und trocken ist. Dies umfasst Stein, Ziegel sowie Holzuntergründe. Der wichtigste Aspekt ist nicht der Untergrund, sondern der fachgerechte Aufbau.

Holzfassade Aufbau - Schritt für Schritt 

1. Unterspannbahn

Die Unterspannbahn dient zum Schutz des Gebäudes. Diese ist diffusionsoffen und leitet Feuchtigkeit durch Tau- und Kondenswasser nach außen ab.
 
Diese wird quer am Gebäude verlegt. Dabei wird unten begonnen, sodass die obere Bahn die untere um ca. 10 cm überlappt. Auf diese Weise kann das Wasser einfach abfließen.
 
Nachdem die erste Bahn ausgerichtet ist und flach an der Wand anliegt, kann diese getackert werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, nicht zu viele Löcher in die Unterspannbahn zu schlagen, da diese später sowieso größtenteils von der Konterlattung gehalten wird.
 
Manche Unterspannbahnen sind mit einer Klebekante ausgestattet. Auf diese Weise können die überliegenden Stöße befestigt werden. Falls dies nicht der Fall ist, werden die Stöße mit einem entsprechenden professionellen Klebeband versiegelt.
 
Unterspannbahn für Holzfassade

Bildquelle

2. Unterkonstruktion 

Die Unterkonstruktion ist ein entscheidender Faktor für die Stabilität und Haltbarkeit der Fassade. Diese trägt später die gesamte Last.
 
Die Unterkonstruktion wird für gewöhnlich aus Konstruktionsholz der Fichte oder der Lärche mit den Maßen 40x60 mm montiert. Geringere Maße sollten nicht verwendet werden.
 
Der Abstand der Unterkonstruktion richtet sich nach der Art sowie der Stärke der Fassadenverkleidung. Bei Rhombusleisten liegt dieser zwischen 40 und 60 cm. Bei Profilholz sollte der maximale Abstand 60 cm nicht überschreiten.
Unterkonstruktion für Holzfassade
Die Schraubpunkte müssen vorgebohrt werden. Der Schraubenabstand sollte 50 cm nicht überschreiten. Es sollte auf ausreichend stabile Schrauben geachtet werden.
 
Bestenfalls werden die Schraubpunkte an der Unterkonstruktion leicht versenkt, um eine bündige Auflage der Verkleidung zu ermöglichen.
 
Bei Untergründen aus Ziegel und Stein muss vorgebohrt und ein Dübel montiert werden.
 
Nachdem alle Befestigungspunkte vermessen und vorbereitet sind, kann die Unterkonstruktion angebracht werden. Unebenheiten in der Fassade können durch Gummigranulatpads ausgeglichen werden.
 
Falls die Fassadenverkleidung senkrecht montiert werden sollte, muss auf die Unterkonstruktion eine zusätzliche Konterlattung montiert werden. Genauso verhält es sich, wenn die Fassade zusätzlich gedämmt werden soll. Im folgenden Artikel erfährst du mehr über die Dämmung einer Holzfassade.
Unterkonstruktion mit Querlattung für Holzfassade
Die Unterkonstruktion sollte nicht einfach quer montiert werden, da auf diese Weise kein Luftaustausch stattfinden kann. Der untere Abschluss wird mit einem Lüftungsprofil versehen.
Belüftung der Holzfassade
Nachdem die Unterkonstruktion montiert ist, werden die 3 Sichtseiten der Latten mit 15-20 cm breiten zurechtgeschnittenen Stücken der Unterspannbahn überzogen.
 
Die Überlappung wird anschließend mit einem speziellen Klebeband versiegelt. Auf diese Weise ist die Unterkonstruktion optimal vor Feuchtigkeit sowie Insekten geschützt.

3. Montage der Fassadenverkleidung

Nachdem die Unterkonstruktion steht, kann unser Profilholz montiert werden. Falls diese mit einer Oberflächenbehandlung versehen werden sollten, ist nun der Zeitpunkt dafür.
 
Je nach Schraubentyp müssen auch die Profile vorgebohrt werden. Dafür muss der Abstand der Unterkonstruktion auf die Profile übertragen werden. Bei Rhombusleisten gibt es die sichtbare und die unsichtbare Befestigung.
 
Bei der sichtbaren Befestigung werden die Leisten direkt verschraubt. Hierbei sollte definitiv ein vorbohren erfolgen. Mehr dazu findest du in unserem Artikel über die Rhombusfassade.
 
Bei der Verschraubung sollte auf einen bündigen Abschluss geachtet werden. Für die bestmögliche Optik sowie einen konstruktiven Holzschutz können die Bohrlöcher vorgesenkt werden.
 
Profilholz wird meisten unsichtbar durch die Nut verschraubt. Auch hier wird ein vorbohren empfohlen. Die Montage erfolgt von unten nach oben.
 
Zwischendurch sollte geprüft werden, ob die Leisten noch in Waage liegen.
 
Nach der Montage wird ein Lüftungsprofil als unterer Abschluss angebracht.
 
Holzfassade

4. Ecken der Holzfassade 

Je nach Art der Fassadenverkleidung gibt es unterschiedliche Variante, die Ecken zu gestalten.
 
Eine bewährte Variante ist, eine Außenecke aus Aluminium oder Holz zu montieren. Alternativ können beispielsweise Rhombusleisten im 45° Winkel geschnitten werden, um somit einen bündigen Abschluss zu gewährleisten.
 Ecken der Holzfassade
 
Eine andere Methode wäre die normale Überlappung der beiden Profile.
 
 
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Falls du mehr Inspirationen für deine Fassade benötigst, helfen dir folgende Artikel weiter:
In diesem Artikel erfährst du mehr über die verschiedenen Varianten von Fassadenverkleidungen aus Holz.
Im folgenden Artikel erfährst du mehr über die Holzfassade aus Lärchenholz.
In diesem Artikel erhältst du Inspirationen über die schönsten Wandverkleidungen aus Holz im Außenbereich.

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